Eintritt frei!

Hotel Glocke
Großer Saal
Plönlein 1
91541 Rothenburg

Vortrag

Freitag, 27. Oktober 2017, 19.30 Uhr


 

Oper für Obdach

Mit Schuberts „Winterreise“ auf das Schicksal obdachloser Menschen aufmerksam machen - das ist das Anliegen von Christoph von Weitzels Projekt „Oper für Obdach“. Dafür hat sich der Bariton mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. zu einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe zusammengeschlossen. Sie startete im November 2006, seit 2016 setzt Christoph von Weitzel das Projekt in Kooperation mit der Deutsche Bahn Stiftung und der Bahnhofmission um.
Schon auf etlichen deutschen Bahnhöfen erklangen auf einmal Arien und machten die Menschen neugierig. Im Herbst 2017 wird es nun fortgesetzt. Über dieses Projekt berichtet der Sänger und Initiator Christoph von Weitzel nun in Rothenburg persönlich.
Einsamkeit, Ausgrenzung, Heimatlosigkeit, Kälte unter den Menschen, Tod und die Sehnsucht, alles durch Liebe zu überwinden – davon handelt Christoph von Weitzels Interpretation der "Winterreise“. Die 24 Werke aus Franz Schuberts fatalistischem Liederzyklus führt der Bariton in Form einer „Ein-Mann-Oper“ auf, inszeniert von Hugo Scholter. Dabei bricht der Sänger mit dem konventionellen Liederabendschema und kleidet sich in das Kostüm eines Obdachlosen.
Mit seiner Kunst möchte von Weitzel direkten Einfluss auf das gesellschaftliche Leben nehmen: „Ich glaube, es ist sehr interessant, diese gesellschaftliche Problematik zu betrachten und darauf zu reagieren. Sich zu überlegen, wie man mit den Mitteln der Kunst in die Gesellschaft hineinwirken und sie vielleicht manchmal auch verbessern kann“.
Wie gut diese Verbindung von Kunst und sozialem Engagement gelingt, zeigt die Resonanz auf diese ungewöhnliche Idee und auf die ersten Veranstaltungen. So ist in der Frankfurter Rundschau zu lesen: „Der Bariton Christoph von Weitzel macht aus den 24 Liedern, die Franz Schubert zu Wilhelm Müllers´s Gedichten in dem Winterreise-Zyklus zusammengefasst hat, Große Oper.“ Und Gerhard Rohde schreibt in der FAZ: „Moderner, gegenwärtiger kann eine „Winterreise“ mit Schubert nicht gelingen“.
Der international renommierte Sänger Christoph von Weitzel ist in Rothenburg auch als Initiator und Organisator des Lied-Festivals im Wildbad bekannt.
Die Freimaurer sind ein ethischer-humanistischer Bund, der in diesem Jahr sein 300järiges organisiertes Bestehen feiert. Seine Mitglieder widmen sich nicht nur der eigenen Weiterentwicklung, sondern wollen ihre Ideale auch in die Gesellschaft tragen.

Herzlich willkommen!

300 Jahre Freimaurerei
1717-2017

Bijou

Als offizieller Gründungstag der spekulativen Freimaurerei gilt der 24. Juni 1717, als sich vier Londoner Logen zur ersten Großloge zusammenschlossen. Die Geschichte des Bruderbundes ist jedoch wesentlich älter. Bereits im Jahr 1325 taucht in einem amtlichen Dokument in London der Begriff "freemason" auf. 1737 wurde die Loge d'Hambourg als erste deutsche Loge in Hamburg gegründet, ein Jahr später wurde Friedrich II. von Preußen, genannt der Große, in den Freimaurerbund aufgenommen. In den folgenden Jahren entstand in rascher Folge eine Vielzahl von Logen, die erste in Franken in Bayreuth im Jahr 1741. Die Ideale der Aufklärung und der Humanität stehen bis heute im Zentrum der freimaurerischen Identität.