GEGENWÄRTIGES

Wir sind, wie schon eingangs erwähnt, eine sog. Flächenloge, deren Mitglieder über viele Kilometer verstreut in zwei Bundesländern leben. Im Gegensatz zu großstädtischen Logen mit ihren Logenhäusern ist es bei uns nicht möglich, einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu den Terminen zu kommen. 

Gerade im Winter ist es oft nicht einfach, zu den Veranstaltungen zu kommen. Aus diesem Grund arbeiten wir im Gegensatz zu den meisten Logen nicht wöchentlich, sondern im Durchschnitt zweimal, manchmal auch dreimal im Monat.

Seit September 2015 ist das geistig-rituelle Zentrum unserer Loge der Festsaal von Schloss Schillingsfürst. Für uns ist es eine besondere Freude und Ehre, in diesem historischen Gemäuer arbeiten und wirken zu dürfen.

Derzeit hat unsere Loge ca. 50 Mitglieder aus den unterschiedlichsten Berufsgruppen. Gerade die Vielfalt ihrer Mitglieder macht die Freimaurerei so attraktiv. Brüder anderer Logen, die uns besuchen möchten, können gerne unseren Arbeitskalender anfordern. Interessierte Nicht-Freimaurer mögen bitte das Formular dieser Internetseiten verwenden, um Kontakt aufzunehmen.

Schloss Schillingsfürst

Die freimaurerischen Arbeiten und besondere kulturelle Veranstaltungen unserer Loge finden in Schloss Schillingsfürst statt. Das Schloss liegt auf dem höchsten Punkt der Frankenhöhe, der bereits um das Jahr 1000 eine Burg trug. Seit dem 13. Jahrhundert ist Schillingsfürst im Besitz des Hauses Hohenlohe. Das heutige Schloss wurde im Jahr 1753 errichtet. Wir freuen uns, dass unsere Loge hier ab September 2015 eine Heimat gefunden hat.

Besuchende Brüder bitten wir um vorherige Anmeldung. Danke!

 

GESCHICHTLICHES

Für Freimaurer-Verhältnisse sind wir eine relativ junge Loge: Unsere Matrikelnummer 790 im Gesamtverzeichnis der deutschen Logen seit 1737 befindet sich im letzten Viertel der inzwischen über 1000 verzeichneten Bauhütten.

Gegründet wurde die Loge „Zu den 3 Türmen“ in Rothenburg o. d. Tauber von Brüdern, die bereits vor dem 3. Reich und seinem Logenverbot Freimaurer waren. 1947 taten sich Brüder zwecks Gründung einer Loge zusammen. 1948 wurde die Loge dann als Gesellschaft bürgerlichen Rechts gegründet. Die feierliche Lichteinbringung fand am 27. März 1949 statt. Heute ist sie ein eingetragener Verein. 

Man wollte schnellstmöglich nach der „Dunklen Zeit“ wieder das Licht entzünden und erhielt auch erstaunlich rasch von den amerikanischen Besatzungsbehörden die Erlaubnis zur Logengründung. In den folgenden Jahren bildeten dann die beiden Städte Rothenburg und Dinkelsbühl das Doppelzentrum der Freimaurerei im westlichen Mittelfranken.

SCHÄFERSAAL IN ROTHENBURG

Das Rothenburger Spital wurde schon vor 1300 gestiftet, um in der schnell wachsenden Stadt die Kranken- und Altenversorgung zu bewältigen. Zahlreiche fromme Stiftungen von Patriziern und Adligen ließen die Liegenschaft auch zu einem wirtschaftlichen Großbetrieb heranwachsen – die zahlreichen Gebäude sowie die gotische Kirche geben eindrucksvolles Zeugnis. Der Schäfersaal, benannt nach einem früheren Spitalleiter namens Schäfer, befindet sich im 1574 – 1578 errichteten „Neuen Spital“ und gehört zu den wenigen Renaissancebauten der früheren Reichstadt Rothenburg ob der Tauber. Hier wurde unsere Loge 1948 gegründet und hat hier bis 1967 gearbeitet. Danach fanden die rituellen Arbeiten mehr als 40 Jahre im Logenhaus Ansbach statt. Von Anfang 2011 bis 2015 konnten wir in den Schäfersaal zurückkehren. Durch den Umbau des Spitalgebäudes in ein Schülerwohnheim war für uns eine weitere Nutzung des traditionsreichen Saales leider nicht mehr möglich.